Linux Web Launcher zum Ausführen von Linux-Desktop-Anwendungen über Webswing, einschließlich Wayland- und XWayland-Integration, Dateiverwaltung, Drucken und Anwendungspaketierung.

Wir freuen uns, Webswing 26.2 vorzustellen. Diese Version erweitert die Bereitstellung von Anwendungen im Browser über Java hinaus um die Unterstützung für Linux-Desktop-Anwendungen und bietet eine einfachere Einrichtung, verbesserte Testwerkzeuge sowie Verbesserungen beim Rendering und bei der Sitzungsverwaltung.

Linux Web Launcher bringt Linux-Desktop-Anwendungen mit Webswing in den Browser, während die Anwendungen weiterhin in ihrer ursprünglichen Linux-Laufzeitumgebung auf dem Server ausgeführt werden. Die Integration arbeitet auf der Ebene des Display-Servers und nutzt die Wayland-basierte Architektur von Webswing. Sie unterstützt sowohl native Wayland-Anwendungen als auch X11-Anwendungen über XWayland. So lässt sich bestehende Linux-Software im Browser zugänglich machen, ohne die Benutzeroberfläche neu zu schreiben oder Webintegrationen für einzelne GUI-Toolkits zu entwickeln.

Die Integration unterstützt vertraute Desktop-Abläufe wie das Öffnen und Speichern von Dateien, das Drucken und die Arbeit mit mehreren Anwendungsfenstern. Linux-Anwendungen und die von ihnen benötigten Dateien lassen sich außerdem für die Bereitstellung zusammen mit dem Webswing-Server paketieren. Nutzer erhalten damit über den Browser Zugriff auf Linux-Software, ohne die Anwendungen auf ihren eigenen Rechnern installieren zu müssen.

Linux-Anwendungen nutzen dieselbe Webswing-Infrastruktur für die Bereitstellung im Browser, die Sitzungsverwaltung, die Konfiguration und die Administration wie andere Webswing-Anwendungen. Das ermöglicht auch kombinierte Java- und Linux-Arbeitsabläufe: Bestehende Java-Anwendungen können innerhalb desselben browserbasierten Arbeitsablaufs mit Linux-Editoren, Dateibetrachtern, Terminals, Diagnosewerkzeugen oder anderer spezialisierter Desktop-Software zusammenarbeiten.

Unsere Übersicht zu Linux Apps zeigt typische Anwendungsfälle, Bereitstellungsoptionen und im Detail, wie Linux Web Launcher Ihre Anwendungen in den Browser bringt.

Einen tieferen Einblick in die Architektur und den technischen Ansatz bietet der Artikel Vom Linux-Desktop ins Web: Linux-Anwendungen mit Webswing in den Browser bringen (auf Englisch). Im Webinar: Einführung in Webswing 26.1 und über Java hinaus – Linux-Anwendungen in Webswing (auf Englisch) finden Sie außerdem eine Erläuterung der Architektur, Hinweise zur Konfiguration und Live-Demonstrationen.

Webswing Installer

>>> Voraussichtlich Ende 2026 verfügbar

Der neue Webswing Installer führt Administratoren mit einem terminalbasierten Assistenten durch die Auswahl einer Distribution, deren Konfiguration und den Start von Webswing. Er kann die gewählte Version und Beispielanwendungen herunterladen, Java und die benötigten Linux-Display-Abhängigkeiten prüfen und die erforderliche Konfiguration vorbereiten. Der Assistent behält auch den Überblick über Installationen, sodass Administratoren später zu ihnen zurückkehren können, um Beispiele zu aktualisieren oder die Webswing-Version zu wechseln. Er unterstützt lokale Installationen und bietet Optionen für Offline-Installationspakete.

Webswing 26.2 stellt den Installer als MVP vor. Weitere Funktionen folgen in kommenden Versionen. Langfristig soll der Installer den bisherigen Installationsprozess von Webswing ablösen und die Einrichtung vereinfachen sowie besser an die jeweilige Umgebung anpassen.

Verbessertes Test Tool mit hierarchischer Navigation und Export von Aufzeichnungen als Tests für JMeter, Cypress, Selenium und Playwright

Das Test Tool organisiert Projekte und Aufzeichnungen jetzt in einem Datei-Explorer mit Unterordnern und Suchfunktion. Dadurch lassen sich auch größere Testsammlungen leichter durchsuchen. Nutzer können Aktionen in einer Webswing-Anwendung aufzeichnen und Prüfungen für bestimmte Komponenten hinzufügen. Eine fertige Aufzeichnung lässt sich im Test Tool wiedergeben oder als Test für JMeter, Cypress, Selenium oder Playwright exportieren und in bestehende Automatisierungsabläufe integrieren.

Verbesserte Textdarstellung mit schärferen Schriften, besserer Lesbarkeit, Ersatzschriftarten und Stilkonfiguration

Text in Webswing-Anwendungen ist klarer und einheitlicher, insbesondere bei ungewöhnlichen Zeichen oder Schriftstilen wie Fett und Kursiv. Administratoren können Ersatzschriftarten für Zeichen auswählen, die in der Hauptschriftart einer Anwendung fehlen. Sie können außerdem festlegen, ob diese Ersatzschriftarten an den Browser übertragen oder auf dem Server gerendert werden. Webswing verarbeitet auch typografische Funktionen wie Laufweite, Kerning und Ligaturen präziser, damit komplexe Texte gut lesbar bleiben.

Integriertes XHeadless als Fallback für Java-Anwendungen auf Linux-Servern ohne grafische Umgebung

Webswing kann jetzt eine eigene Display-Umgebung für Java-Desktop-Anwendungen bereitstellen, die auf Linux-Servern ohne grafische Umgebung laufen. Wenn kein Display konfiguriert ist, startet der Standalone-Server oder der Session Pool den integrierten XHeadless-Dienst automatisch. Für Anwendungen, die mit XHeadless arbeiten, entfällt damit die Installation und Verwaltung eines separaten Xvfb-Dienstes. Vorhandene Displays können weiterhin genutzt werden.

Schnellerer PNG-Encoder und neue QOI-Bildkodierung

Mit dieser Version führt Webswing einen schnelleren PNG-Encoder für serverseitig gerenderte Bilder ein. Dabei lässt sich auch die Kompressionsstufe einstellen. Zusätzlich unterstützt Webswing jetzt QOI als weiteres Bildformat. Ein schneller WebAssembly-Decoder bietet damit eine zusätzliche Möglichkeit, die Bildverarbeitungszeit während einer Sitzung zu verkürzen.

Sitzungsauswahl durch den Nutzer

Im neuen Sitzungsmodus kann ein Nutzer auswählen, welche Sitzung derselben Anwendung er öffnen möchte. Ein Auswahldialog zeigt die verfügbaren Sitzungen einschließlich Anwendungsname und Startzeit an. So kann der Nutzer die Verbindung zu einer bestehenden Sitzung wiederherstellen oder eine neue Sitzung starten. Administratoren können festlegen, ob ein Nutzer eine Sitzung übernehmen darf, zu der bereits an anderer Stelle eine Verbindung besteht.

Neue JavaScript-API zum Entfernen einer verbundenen Webswing-Instanz aus dem DOM und zum erneuten Einbinden [setElement()]

Mit der JavaScript-API kann eine Webanwendung eine verbundene Webswing-Ansicht jetzt über setElement() zwischen Seitenelementen verschieben. Die Übergabe von null entfernt die Ansicht aus der Seite, während die Verbindung und die Desktop-Sitzung aktiv bleiben. Wird ein neues Element übergeben, wird dieselbe Sitzung dort wieder angezeigt. Das ist in Single-Page-Anwendungen mit Angular oder React hilfreich, wenn Nutzer Routen oder Layouts wechseln und die Seite Teile ihrer Oberfläche neu aufbaut.

Änderungen an den Distributionspaketen

Webswing 26.2 führt mehrere Änderungen an den Namen der Distributionspakete ein und ersetzt bisher veröffentlichte Sammelpakete. Bestehende automatisierte Bereitstellungen müssen gegebenenfalls entsprechend angepasst werden.

Paketnamen

Veröffentlichte ZIP-Pakete folgen jetzt diesem Namensschema:

webswing-<package>-<version>.zip

Das bisherige Suffix -distribution entfällt.

Ersetzen Sie:

webswing-<version>-distribution.zip

durch:

webswing-standard-<version>.zip

Beispiele

Die folgenden Sammelpakete werden nicht mehr veröffentlicht:

webswing-examples-<version>-distribution.zip

webswing-examples-cluster-<version>-distribution.zip

Laden Sie die benötigten ZIP-Pakete mit Beispielen einzeln herunter und kopieren Sie sie in das Verzeichnis apps/ der Standard- oder Cluster-Distribution.

Sicherheitsmodule

Das folgende Sammelpaket wird nicht mehr veröffentlicht:

webswing-security-modules-<version>-distribution.zip

Laden Sie das benötigte Sicherheitspaket separat herunter und installieren Sie es:

webswing-security-<type>-<version>.zip

Bereitstellungen, die derzeit auf folgenden Pfad verweisen:

security/database+property/

müssen auf diesen Pfad umgestellt werden:

security/database/

Weitere Verbesserungen

  • Geordnetes Beenden des Session Pools bei SIGTERM mit erzwungenem Beenden als Fallback

  • Neue JavaScript-API zur Zuordnung von Tastenkombinationen

  • Verbesserter Verbindungswiederaufbau für verknüpfte Ansichten (Linked View)

  • Verbesserte DirectDraw-Leistung

  • Option zum automatischen Herunterladen mehrerer Dateien als ZIP-Archiv

  • Skriptgesteuerte Integration mit einem Secrets Manager

  • Konfigurierbares Verhalten der Admin Console beim Verbindungswiederaufbau

  • Neue Java-API zum Senden von Dateien an den Browser als Byte-Array

  • API zur Verarbeitung von Anwendungslogs

  • Positivliste für vertrauenswürdige X-Forwarded-Host-Werte

Webswing 26.2 erweitert die Bereitstellung von Anwendungen im Browser über Java hinaus und bringt Linux-Desktop-Anwendungen ins Web, ohne ihre Benutzeroberflächen neu schreiben zu müssen. Eine einfachere Einrichtung, verbesserte Testwerkzeuge, klarere Textdarstellung, schnellere Bildverarbeitung und eine flexiblere Sitzungsverwaltung machen die Bereitstellung, den Betrieb und die Verwaltung bestehender Desktop-Anwendungen im Browser einfacher und effizienter.

Möchten Sie Ihre Linux-Anwendung in den Browser bringen? Auf der Seite Linux Apps mit Webswing finden Sie praktische Anwendungsfälle, eine Live-Demo und eine Einrichtungsanleitung.


Webswing 26.2 herunterladen

Ihr Feedback ist uns wichtig. Ihre Erfahrungen mit Webswing helfen uns, unsere Lösung für Desktop-Anwendungen im Webbrowser weiterzuentwickeln. Wenn Sie Unterstützung benötigen oder Fragen haben, kontaktieren Sie unser Support- oder Vertriebsteam.


Besuchen Sie den Downloadbereich oder lesen Sie die Dokumentation, um mit Webswing 26.2 zu starten.

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